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12.09.2017

Mein technisches Praktikum bei Bilstein & Siekermann<sup>&reg;</sup> im Juli und August 2017

Vom 31.07. bis zum 03.08.2017 absolvierte ich mein einwöchiges Praktikum im technischen Bereich bei Bilstein & Siekermann®. Im Laufe der Woche durchlief ich fünf verschiedene Abteilungen, um den besten Überblick darüber zu erhalten, wie aus den verschiedenen Ausgangsmaterialien fertige Drehteile hergestellt werden.

von Luisa, 13. Klasse Gymnasium Daun

Montag

Am Montagmorgen startete mein Praktikum mit einer kurzen Einweisung und einem Betriebsrundgang von der Personalleiterin Frau Ubl. Danach verbrachte ich den Tag an der Seite von Janine, der Auszubildenden im Werkzeugbau. Im Werkzeugbau werden Werkzeuge für die verschiedenen Maschinen und Produktionslinien hergestellt. Außerdem übernimmt diese Abteilung auch die Reparatur von defekten Werkzeugen. Unsere Aufgabe war es an diesem Tag anhand eines Modells einer Schaufel, eine weitere herzustellen. Flexen, Schweißen und auch das genaue Maßnehmen am Modell waren hierfür nötig. Ich durfte außerdem dabei zusehen, wie in einer CNC –Fräs-Maschine neue Teile gefertigt werden. Dieser Maschine sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie, von Hand programmiert werden und dann automatisch und hochpräzise arbeiten.

Dienstag

Den Dienstag habe ich in der Automatenabteilung verbracht. Dort werden aus Metall, das in Stangen in die Maschinen geladen wird, auf verschiedene Arten Drehteile gefertigt. Dies geschieht zum Beispiel in Einspindeldrehautomaten oder in  Mehrspindeldrehautomaten. Am Vormittag durfte ich dabei helfen, die Werkzeuge einer solchen Maschine für die Produktion anderer Drehteile umzurüsten. Da die Maschinen so komplex sind, hat dies fast einen ganzen Vormittag in Anspruch genommen. Wenn solche Arbeiten an den Maschinen vorgenommen werden, steht meist schon ein Rüstwagen bereit, der alle zu tauschenden Teile, fertig eingestellt, zur Verfügung stellt. So kann Zeit gespart werden.

Die Maße der gefertigten Drehteile werden in regelmäßigen Abständen in einer SPC-Station dokumentiert und somit der Fertigungsprozeß überwacht.

Mittwoch

Die Transco – Drehautomatenabteilung war meine dritte Anlaufstelle. Dort werden die Drehteile nachbearbeitet, das heißt, dass aus den fertigen Pressrohlingen in mehreren Schritten durch verschiedene Werkzeuge Drehteile gefertigt werden. Dabei fallen Späne an, welche, wenn sie sich an den falschen Stellen verhaken, zur Störung und somit zum Stillstand der Maschine führen können. Meine Aufgabe war es, unter anderem, unter Anleitung diese Späne zu entfernen und die Maschinen wieder einzuschalten. Außerdem durfte ich die Platten, die durch Spanabhebung die richtige Kontur in die Schrauben bringen, austauschen. Da in der Metallbearbeitung Öl als Kühlmittel verwendet wird, ist das Arbeiten an solchen Maschinen immer etwas schwieriger.

Donnerstag

Den vierten Tag verbrachte ich bei den Gewinderollmaschinen. Aus einem Trichterbehälter werden die produzierten Teile zu den Gewinderollen geführt, wo sie dann durch eine Druckbehandlung mit ca. 10 Tonnen in ihre Kontur gedrückt werden. Als Arbeiter an diesen Maschinen muss man immer dafür sorgen, dass keine Störungen durch verkantete Schrauben oder falsch auslösende Sensoren entstehen. Außerdem müssen Maschinen für andere Drehteile umgerüstet werden und regelmäßig Maße, wie zum Beispiel die des Planschlages oder verschiedener Durchmesser, eingetragen werden.

Freitag

Der Vertrieb war meine fünfte und letzte Abteilung dieser Woche. Dort wurde mir gezeigt, welcher Verwaltungsaufwand hinter einer Produktionslinie steckt. Für die Mitarbeiter im Vertrieb ist es wichtig, jederzeit zu wissen, wann sich wo wie viele Teile einer Lieferung befinden, damit alles pünktlich verpackt werden kann und zum Kunden gelangt. Bis es allerdings zur Produktion eines neuen Produktes kommen kann, müssen manchmal auch mehrere Angebote gemacht werden. Außerdem wird genau überprüft, ob die Teile überhaupt so, wie der Kunde sie fordert, hergestellt werden können. Kommunikation, sowohl mit den Kunden, als auch mit den Mitarbeitern ist dabei das Wichtigste.

Am Ende der Woche kann ich sagen, dass ich eine sehr interessante und informative Zeit bei Bilstein & Siekermann® verbracht habe. Es ist erstaunlich zu erleben, was bei der Herstellung eines scheinbar „einfachen“ Produktes, wie zum Beispiel einer Schraube, alles beachtet werden muss und wie viele verschiedene Abwandlungen es von einer handelsüblichen DIN-Schraube geben kann.

12.09.2017